Mit Herz und Verstand

Wie können wir mit Herz und Verstand durchs Leben gehen? Was bedeutet das eigentlich im Einzelnen?

Ich vergleiche Herz und Verstand gerne mit zwei sehr guten Freunden, die mir stets zur Seite stehen. Diese Freunde haben unterschiedliche Qualitäten, verschiedene Gaben, die es heißt optimal zu nutzen.

Der Verstand ist unser Aufpasser. Er überwacht die Situation. Er sorgt dafür, dass wir außer Gefahr sind, er macht uns aufmerksam wenn Gefahr droht, er macht uns aber ebenso aufmerksam auf gute Gelegenheiten im Leben. Der Verstand ist unsere Exekutive, die ausführende Gewalt. Gibst du ihm eine Aufgabe, er führt sie aus. Doch er wird nicht überprüfen inwiefern die Aufgabe, die du ihm gibst sinnvoll ist. Er macht einfach. Ganz egal was du ihm gibst. Er fragt nicht, er führt aus, zu 100 % genau das, was wir ihm als Aufgabe gegeben haben.

Und der Verstand ist unser Bibliothekar. Er verwaltet die Bibliothek unseres Unterbewusstseins. Dort sind alle unsere Prägungen und Erfahrungen gespeichert und jeder davon haftet ein abschließendes Urteil an, wie wir die jeweilige Situation oder das Thema eingeordnet haben (fanden wir es gut oder bedrohlich, wichtig oder unwichtig, interessant oder abstoßend, traumatisch oder vertraut…). Permanent vergleicht der Verstand das, was in unserem Leben im Außen passiert, mit dem, was in unserem Speicher bereits abgelegt ist. Findet er etwas, was der aktuellen Situation ähnelt, so aktiviert er sofort unser früher festgelegtes Urteil über die Situation inklusive der dazu gespeicherten Gefühle. Er bringt uns also dazu in jeder ähnlichen Situation auch wieder mit den Gefühlen zu reagieren, die wir abschließend gespeichert hatten.

Dadurch läuft unser System sozusagen zu 99 % auf Autopilot. Unser Speicher gibt vor wie wir uns wann zu verhalten haben. Die gespeicherten Gefühle bewirken, dass wir uns auch tatsächlich wieder so verhalten. Somit leben wir viele Wiederholungsschleifen. Im Positiven ist das sehr angenehm, im Negativen kann uns das jedoch den letzten Nerv rauben, wenn wir uns ständig im Kreis drehen und nicht aus diesem Automatismus aussteigen können. Die Lösung im Verstand zu suchen bringt uns nicht weiter. Der Verstand fährt stoisch sein Programm ab. Er ist nicht dafür gemacht Lösungen zu suchen. Er verwendet einfach die Bibliothek, die ihm gegeben wurde. Möchte ich andere Ergebnisse haben muss ich dem Verstand also andere Bücher zur Verfügung stellen oder genauer gesagt die RICHTIGEN Bücher zur Verfügung stellen. Die nämlich, die unseren Herzenswünschen entsprechen, die für uns förderlich sind, die mit uns in Eiklang sind, die uns helfen uns im Leben vollends entfalten zu können.

Und hier kommt das Herz ins Spiel. Das Herz vermag die Informationen im Speicher zu verändern. Über die Herzensebene kann ich neue Informationen über mich herausfinden und diese dann dem Verstand als neue Bücher zur Verfügung stellen. Das Herz weiß uns zu führen im Leben, es hat die tiefe Weisheit über unsere unendliches Potential, es weiß um unsere wahre Größe (in unserem Verstand haben wir stets ein sehr beschränktes, limitiertes Bild von uns und unseren Möglichkeiten). Das Herz will uns zur Entfaltung führen. Es wird nicht müde uns aufmerksam zu machen, wenn wir vom Weg abkommen. Es ruft uns durch unangenehme Gefühle zurück auf den richtigen Pfad. Es will dass wir ihm zuhören, seine liebevolle Führung annehmen, uns einlassen auf das Abenteuer unserem Herzen zu folgen.

Das Herz kommuniziert über die Gefühle im Körper mit uns. Es führt unsere Aufmerksamkeit hin zu den Gefühlen, die wir im Körper festhalten, die uns nicht guttun, die uns nicht entsprechen, die wir jedoch dort weggepackt haben. Das Herz möchte, dass wir diese Gefühle kurz anschauen und sie dann erlösen, sie weiterziehen lassen. Es möchte, dass wir alles loslassen, das nicht wirklich uns entspricht.

Was genau diese Dinge sind, lässt es uns wissen, indem es uns mittels unangenehmer Gefühle auf die vorhandene Disharmonie aufmerksam macht. Es will uns zurück zur Harmonie führen. Es möchte, dass wir aufräumen (unangenehme Gefühle loslassen) und dann die Tür öffnen zu dem Gefühl, das wir tatsächlich leben wollen und dieses in der Bibliothek speichern, so dass der Verstand es nutzen kann. Es wird nicht müde uns zu rufen, in uns zu gehen und die Antworten in uns zu finden. Das Herz ist ein sehr kraftvoller Begleiter. Unser stärkster Unterstützer.

Kümmern wir uns darum gut auf unser Herz zu hören und herauszufinden was wir wirklich wollen und füttern dann mit diesen Informationen unseren Verstand, so dass er sie postwendend in die Umsetzung bringen kann, dann haben wir Herz und Verstand optimal geeicht und jedem die Aufgabe zukommen lassen, für die er gemacht ist. Diese Verbindung von Herz und Verstand führt zum Flow (dem „Im-Fluss-Sein“ im Leben). Dann haben wir unser Instrument ordentlich gestimmt und es wird uns im Leben eine himmlische, perfekt zu uns passende Resonanz einbringen.

Darum geht es in meiner Arbeit.

Mach dich auf die Reise, dein Herz ruft!

 

 

 

 

 

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